Vergleich & Ratgeber 2026

Gastank kaufen statt mieten, flexibel, günstig, unabhängig

Immer mehr Hausbesitzer entscheiden sich gegen langfristige Mietverträge. Als Eigentümer beziehen Sie Flüssiggas dauerhaft beim günstigsten Anbieter, ohne Bindung.

Unabhängige Expertenberatung Kostenlose Angebote DVFG-Mitglied
Oberirdischer Flüssiggastank im Garten eines Einfamilienhauses
5,0 136 Google-Bewertungen
400.000+Flüssiggastanks in Deutschland
ca. 1.500 €Vorteil gegenüber dem Miettank in 15 Jahren
30+ JahreLebensdauer pro Tank
0 € BindungKein Liefervertrag nötig
Auf einen Blick

Gastank kaufen: das Wichtigste in Kürze

Ein Flüssiggastank ist ein Druckbehälter, der Propan für Heizung, Warmwasser und Kochen bevorratet. Wer den Tank kauft statt mietet, ist an keinen Liefervertrag gebunden und bestellt Flüssiggas immer beim günstigsten Anbieter. Der Behälter kostet je nach Größe und Aufstellung ca. 2.500 bis 4.900 Euro. Alle Preisangaben sind Circa-Richtwerte. Je nach Anbieter kommen Anlieferung, Bodenplatte oder Erdarbeiten, die Aufstellprüfung nach § 15 BetrSichV sowie Anschluss und Rohrleitungsprüfung nach TRF 2021 hinzu: ca. 1.300 bis 3.700 Euro bei oberirdischer und ca. 1.800 bis 5.300 Euro bei unterirdischer Aufstellung. Über 15 Jahre liegt der Eigentumstank rund 1.500 Euro unter den Gesamtkosten eines Miettanks.

Was kostet ein Gastank?
ca. 2.500 bis 4.900 € Richtwert für den Behälter je nach Größe und Aufstellungsart, inklusive Behälterarmaturen und CE-Kennzeichnung nach Druckgeräterichtlinie 2014/68/EU.
Was kommt noch dazu?
ca. 1.300 bis 5.300 € Je nach Anbieter separat berechnet: Anlieferung, Bodenplatte oder Erdarbeiten, Aufstellprüfung nach § 15 BetrSichV, Anschluss nach TRF 2021 und Rohrleitungsprüfung.
Welche Größe passt?
1,2 t bis 2,9 t 1,2 t bis 125 m², 2,1 t bis 250 m², 2,9 t bis 500 m² beheizte Wohnfläche.
Baugenehmigung nötig?
Nein, bis 2,9 t Unter 3 t Lagermenge entfällt die Genehmigung nach 4. BImSchV Anhang 1 Nr. 9.1; die baurechtliche Verfahrensfreiheit regelt die Landesbauordnung.
Kauf oder Miete?
ca. 4.700 € statt 6.250 € Gesamtkosten über 15 Jahre für ein typisches Einfamilienhaus mit 2,1-t-Tank, jeweils ohne Anschluss- und Aufstellkosten.
Welche Prüfungen sind Pflicht?
alle 2 und 10 Jahre Nach § 16 BetrSichV: äußere Prüfung alle 2 Jahre (ca. 40 bis 70 €), innere Prüfung (ca. 400 bis 900 €) und Rohrleitungsprüfung (ca. 90 bis 250 €) alle 10 Jahre.
Gibt es Förderung?
nicht für den Tank Die Heizungsförderung (BEG, KfW-Zuschuss 458) bezuschusst seit dem 1. Januar 2024 nur erneuerbare Wärmeerzeuger; Flüssiggastank und Gas-Brennwertgerät sind ausgeschlossen, die frühere Austauschprämie für Ölheizungen ist entfallen. Gefördert wird allenfalls der Wärmepumpen-Anteil einer Hybridheizung.
Wie lange hält ein Tank?
über 30 Jahre Ober- und unterirdische Behälter erreichen häufig deutlich mehr als 30 Jahre Nutzungsdauer.
Wo darf der Tank stehen?
ober- oder unterirdisch Nach TRF 2021 mindestens 1 m Abstand zum Haus, 0,5 m zur Grundstücksgrenze (empfohlen 2 m); im Wasserschutzgebiet erlaubt, weil Flüssiggas nicht unter die AwSV fällt.

Stand: August 2026 · Redaktionell verantwortlich: Marc Bode, Lindenfield GmbH · Alle Preise sind Circa-Richtwerte für den Behälter inklusive Armaturen; Anlieferung, Aufstellprüfung und Anschluss kommen je nach Anbieter hinzu.

Ihre Vorteile

Warum ein eigener Gastank die bessere Wahl ist

Als Eigentümer der Anlage bleiben Sie flexibel, sparen langfristig und behalten die Kontrolle über Ihren Energiebezug.

Günstigerer Gaspreis

Sie sind nicht an einen Lieferanten gebunden und beziehen Flüssiggas immer beim aktuell günstigsten Anbieter.

Keine Vertragsbindung

Im Gegensatz zum Miettank gibt es keinen Pflicht-Liefervertrag und keine Mindestlaufzeit.

Lange Lebensdauer

Ober- und unterirdische Gastanks haben eine Haltbarkeit von häufig deutlich über 30 Jahren.

Anbieterunabhängig

Sie können Flüssiggas frei am Markt vergleichen und sparen so über die Jahre erhebliche Beträge.

Auch im Wasserschutzgebiet

Flüssiggastanks dürfen in Hochwasser- und Wasserschutzgebieten aufgestellt werden, im Gegensatz zu Heizöltanks.

Wertanlage & Wiederverkauf

Nach einer Heizungsumstellung können Sie den Tank verkaufen oder anderweitig verwenden.

Kaufen vs. Mieten

Eigentumstank oder Miettank?

Mieten ist zu Beginn günstiger, aber Eigentum macht Sie langfristig unabhängig. Die wichtigsten Unterschiede im direkten Vergleich.

Miettank

  • Niedrige Anfangskosten (ca. 10 bis 15 € / Monat)
  • Wartung & Prüfung über Anbieter
  • Pflicht-Liefervertrag & höhere Gaspreise
  • Lange Vertragsbindung
  • Rückbau-Kosten am Vertragsende

Eigentumstank (Kauf)

  • Anbieter frei wählbar, günstigster Gaspreis
  • Keine Vertragsbindung, keine Mietkosten
  • Bis 2,9 t genehmigungsfrei aufstellbar
  • Auch im Wasserschutzgebiet erlaubt
  • Tank ist Eigentum und wiederverkäuflich
Drei häufige Bedenken

Was Hausbesitzer beim Kauf beschäftigt

Diese Sorgen hören wir am häufigsten, und so entkräften wir sie.

„Die Anschaffung ist mir zu teuer."

Der höhere Einstiegspreis amortisiert sich durch günstigere Gaspreise und entfallene Mietzahlungen. Über 15 Jahre liegt der Eigentumstank rund 1.500 € unter den Gesamtkosten eines Miettanks. Wichtig für den Vergleich: Anlieferung, Aufstellprüfung und Anschluss fallen beim Miettank genauso an.

„Wartung ist zu aufwendig."

Pflicht-Prüfungen nach § 16 BetrSichV finden nur alle 2 bzw. 10 Jahre statt. Die Kosten sind transparent (ca. 40 bis 900 €), ein optionaler Wartungsvertrag nimmt Ihnen den Termin-Aufwand komplett ab.

„Das ist mir technisch zu komplex."

Wir übernehmen die komplette Beratung: passende Tankgröße, Standortwahl, Pflicht-Abstände und Schutzzonen. Die Installation übernehmen ausschließlich nach TRGI/TRF zugelassene Fachbetriebe.

Tank-Modelle

Welche Tankgröße passt zu Ihrem Haushalt?

Der Tank sollte im Idealfall einen Jahresvorrat an Flüssiggas lagern können. Diese Tabelle hilft bei der Vorauswahl.

Empfohlene Tankgröße nach beheizter Wohnfläche und Personenzahl im Haushalt
Beheizte WohnflächePersonen im HaushaltEmpfohlene GrößeFüllvolumen
80 bis 125 m²2 bis 3 Personen1,2 Tonnen2.700 Liter
125 bis 250 m²3 bis 5 Personen2,1 Tonnen4.850 Liter
250 bis 500 m²4 bis 7 Personen2,9 Tonnen6.400 Liter

Die Werte gelten für Einfamilienhäuser. Bei Mehrfamilienhäusern oder Gewerbe empfehlen wir die individuelle Beratung.

Abmessungen und Gewicht der Tankgrößen

Passt der Tank in den Garten? Hier sehen Sie die wichtigsten Maße auf einen Blick.

Abmessungen, Füllmengen und Leergewichte der Tankgrößen 1,2 t, 2,1 t und 2,9 t
Gastank-Größe Klein Mittel Groß
Flüssiggas-Masse1,2 t2,1 t2,9 t
Flüssiggas-Füllmenge2.700 l4.850 l6.400 l
Maximal nutzbare Füllmenge2.295 l4.123 l5.440 l
Länge2,5 m4,3 m5,5 m
Durchmesser1,25 m1,25 m1,25 m
Leergewicht (oberirdisch)670 kg1.020 kg1.170 kg
Leergewicht (unterirdisch)780 kg1.150 kg1.500 kg
Standort & Aufstellung

Oberirdisch oder unterirdisch aufstellen?

Beide Varianten haben ihre Stärken. Welche zu Ihrem Grundstück passt, hängt von Platz, Optik und Budget ab.

Oberirdischer Flüssiggastank im Garten

Oberirdisch im Garten

Die einfachste und günstigste Aufstellung, ohne Erdarbeiten. Der Tank steht auf einer stabilen Bodenplatte.

  • Höhe inkl. Armaturenhaube: 1,40 m
  • Armaturenhaube: 81 cm Abstand zur Seitenwand
  • Bei 6.400 l auch mittig anordbar (je 2,75 m Abstand)
  • Keine Erdarbeiten, niedrigere Gesamtkosten
  • Halboberirdische Aufstellung möglich, aber selten sinnvoll
Unterirdischer Flüssiggastank, im Garten eingegraben

Unterirdisch eingegraben

Nur der Deckel des Domschachts ist sichtbar, ideal bei kleinen Grundstücken. Erdarbeiten kann der Eigentümer oft selbst übernehmen.

  • Domschacht als einziges sichtbares Element
  • Bepflanzbar, mit flach wurzelnden Gewächsen
  • ISO-Test nach Einbau bescheinigt unversehrte Isolierung
  • Trageösen werden nach dem Absetzen nachisoliert
  • Sandbett mit Korngröße kleiner als 3 mm, Tiefe 1,75 m

Grubenmaße für unterirdische Tanks

Grubenmaße, Füllsandmenge und Sandbett-Tiefe für unterirdische Flüssiggastanks
TankgrößeSchachtmaßFüllsandSandbett-Tiefe
1,2 t / 2.700 l3,10 × 1,85 × 1,95 mca. 7 m³1,75 m
2,1 t / 4.850 l4,90 × 1,85 × 1,95 mca. 11 m³1,75 m
2,9 t / 6.400 l6,10 × 1,85 × 1,95 mca. 15 m³1,75 m

Wichtig: Die Grube nicht zu früh ausheben, damit Regenwasser die Seitenwände nicht zum Einsturz bringt. Mit Planen abdecken, bis der Tank geliefert wird.

Preise 2026

Was kostet ein Flüssiggastank?

Sechs typische Tankgrößen mit Circa-Richtwerten. Alle Preise sind ungefähre Angaben: Die finalen Kosten hängen von Region, Aufstellungsart und Lieferant ab, Ihr individuelles Angebot ist kostenlos.

Circa-Preise inkl. Behälterarmaturen und CE-Kennzeichnung nach Druckgeräterichtlinie 2014/68/EU, Behälter nach DIN EN 12542. Nicht enthalten sind Anlieferung, Bodenplatte oder Erdarbeiten, Aufstellprüfung und Hausanschluss.

Zusatzkosten

Diese Kosten kommen je nach Anbieter noch dazu

Der Behälterpreis ist nur ein Teil der Rechnung. Anlieferung, Aufstellprüfung und Anschlussarbeiten sind bei manchen Anbietern im Paketpreis enthalten, bei anderen stehen sie als eigene Positionen im Angebot.

Wichtig: Die Preise der Tankkarten sind Circa-Richtwerte für den Behälter mit Armaturen. Bei manchen Anbietern sind Anlieferung, Aufstellung und Anschluss im Paketpreis enthalten, bei anderen werden sie einzeln berechnet. Fragen Sie im Angebot ausdrücklich nach, welche der folgenden Positionen enthalten sind.

Zusatzkosten neben dem Behälterpreis mit Richtwerten und zugehörigem Regelwerk
Position Fällt an bei Richtwert Regelwerk
Anlieferung und Absetzen Transport zum Grundstück und Absetzen per Kranfahrzeug. Enge Zufahrt, große Entfernung oder ein zweiter Anfahrtsversuch verteuern die Position. immer ca. 250 bis 600 € TRF 2021
Bodenplatte oder Fundament Tragfähige, ebene Auflage für den Behälter. Im Überschwemmungsgebiet wird daraus eine bewehrte Betonplatte mit Auftriebssicherung. oberirdisch ca. 300 bis 900 € TRF 2021
Erdarbeiten, Grube und Sandbett Aushub, Füllsand mit Korngröße unter 3 mm und Verfüllen. Diese Arbeiten können Sie in Abstimmung mit dem Fachbetrieb selbst übernehmen und dadurch sparen. unterirdisch ca. 800 bis 2.500 € TRF 2021
Aufstellprüfung vor Inbetriebnahme Eine zugelassene Überwachungsstelle (ZÜS) prüft Aufstellung, Ausrüstung und Sicherheitseinrichtungen, bevor die Anlage in Betrieb gehen darf. immer ca. 150 bis 400 € BetrSichV § 15, TRBS 1201, TRBS 1203
Gasleitung und Hauseinführung Anschluss des Tanks an die Heizung: Rohrleitung vom Behälter zum Gebäude, Hauseinführung, Hauptabsperrventil und bei erdverlegten Metallrohren das Isolierstück. immer ca. 500 bis 1.500 € TRF 2021, DVGW-Arbeitsblatt G 459-1, DIN EN 1775, DVGW-TRGI 2018 (G 600)
Rohrleitungsprüfung Belastungs- und Dichtheitsprüfung der Leitungen vor der Inbetriebnahme, danach als wiederkehrende Prüfung alle 10 Jahre. immer ca. 90 bis 250 € TRF 2021, DVGW-TRGI 2018 (G 600), BetrSichV § 16, Anhang 2 Abschnitt 4
Kathodischer Korrosionsschutz (KKS) Schützt den erdverlegten Behälter vor Korrosion. Einbau und die spätere Funktionsprüfung werden häufig getrennt berechnet. unterirdisch ca. 300 bis 600 € DIN EN 13636, TRF 2021
Auftriebssicherung Betonplatte mit Stahlbändern und Ankerschrauben, damit der Tank bei Hochwasser nicht aufschwimmt. Zusätzlich ist eine Genehmigung erforderlich. Überschwemmungsgebiet ca. 400 bis 1.200 € WHG § 78, TRF 2021

Summiert ergeben die üblichen Positionen ca. 1.300 bis 3.700 € bei oberirdischer und ca. 1.800 bis 5.300 € bei unterirdischer Aufstellung. Die ausgeschriebenen Titel der Regelwerke finden Sie unter Regelwerk und Normen.

Laufende Kosten

Prüfungen, Wartung und Förderung im Überblick

Als Eigentümer sind Sie für die regelmäßigen Prüfungen verantwortlich. Die Intervalle liegen zwischen 2 und 10 Jahren, alle Kostenangaben sind Circa-Richtwerte.

Pflicht-Prüfungen

Flüssiggasbehälter sind überwachungsbedürftige Anlagen. Die Prüfpflicht gilt deshalb auch für privat genutzte Tanks.

Pflichtprüfungen am Flüssiggastank mit Intervall, Circa-Kosten, prüfender Stelle und Rechtsgrundlage
Prüfung Intervall Richtwert Wer prüft Rechtsgrundlage
Äußere Überprüfung alle 2 Jahre ca. 40 bis 70 € befähigte Person BetrSichV § 16, Anhang 2 Abschnitt 4, TRBS 1201, TRBS 1203
Innere Prüfung alle 10 Jahre ca. 400 bis 900 € ZÜS, z. B. TÜV oder DEKRA BetrSichV § 16, Anhang 2 Abschnitt 4, TRBS 1201
Rohrleitungsprüfung alle 10 Jahre ca. 90 bis 250 € zugelassener Fachbetrieb BetrSichV § 16, Anhang 2 Abschnitt 4, TRF 2021, DVGW-TRGI 2018 (G 600)

Hinzu kommt einmalig die Aufstellprüfung vor der ersten Inbetriebnahme nach § 15 BetrSichV, die in der Zusatzkosten-Übersicht steht.

Wartungsarbeiten

Typische Wartungsarbeiten am Flüssiggastank mit Circa-Kosten
Wartungsarbeit Richtwert Wann sinnvoll
Tanklackierung ab ca. 300 € Erhält den Korrosionsschutz oberirdischer Behälter.
Gastank-Regler ab ca. 300 € Tausch je nach Zustand, meist deutlich vor dem Behälter fällig.
Sicherheitsventil-Tausch ab ca. 400 € Sicherheitsabsperrventil und Überdruckventil am Behälter.
Nachrüstung KKS-Anlage ab ca. 600 € Nur bei unterirdischen Tanks, nach DIN EN 13636.

Förderung: Was heute noch gilt

Für den Behälter selbst gibt es keine Zuschüsse mehr. Gefördert wird ausschließlich der Umstieg auf erneuerbare Wärme, und das kann bei einer Hybridlösung mit Flüssiggas durchaus zusammenpassen.

Wichtig: Für den Flüssiggastank selbst gibt es keine staatliche Förderung. Die Bundesförderung für effiziente Gebäude bezuschusst seit dem 1. Januar 2024 ausschließlich Heizungen auf Basis erneuerbarer Energien; ein Gas-Brennwertgerät und der zugehörige Behälter gehören nicht dazu. Auch die frühere Austauschprämie für alte Ölheizungen ist damit entfallen. Zuschüsse sind nur für den erneuerbaren Teil einer Anlage möglich, etwa für die Wärmepumpe einer Hybridheizung, bei der der Flüssiggaskessel nur an sehr kalten Tagen zuheizt.

Diese Maßnahmen werden bezuschusst

  • Elektrisch angetriebene Wärmepumpen, auch in Kombination mit einem Flüssiggas-Spitzenlastkessel (Hybridheizung)
  • Solarthermie für Warmwasser und Heizungsunterstützung
  • Biomasseheizungen, Brennstoffzellen- und wasserstofffähige Heizungen
  • Anschluss an ein Gebäude- oder Wärmenetz
  • Optimierung der vorhandenen Heizung: hydraulischer Abgleich, Heizungspumpe, Pufferspeicher, Rohrdämmung

Dafür gibt es keine Förderung

  • Der Flüssiggastank selbst, ober- wie unterirdisch
  • Das Gas-Brennwertgerät als alleiniger Wärmeerzeuger
  • Anlieferung, Bodenplatte, Erdarbeiten, Aufstellprüfung und Hausanschluss
  • Die Austauschprämie beim Ersatz einer Ölheizung durch eine Gasheizung, seit 2024 ersatzlos gestrichen
  • Mit Gas betriebene Wärmepumpen, begünstigt sind nur elektrisch angetriebene
Förderprogramme beim Heizungstausch mit Zuschusshöhe, geförderten Maßnahmen und Bedeutung für den Flüssiggastank
Programm Zuschuss Gefördert wird Bedeutung für den Gastank
Heizungsförderung, KfW-Zuschuss 458 30 bis 80 % Wärmepumpe, Solarthermie, Biomasse, Brennstoffzelle, wasserstofffähige Heizung, Gebäude- oder Wärmenetzanschluss Der Flüssiggastank und das Gasgerät zählen nicht zu den förderfähigen Kosten. Bei einer Hybridheizung wird nur der Wärmepumpen-Anteil bezuschusst.
Heizungsoptimierung, BEG-Einzelmaßnahme des BAFA 15 % Hydraulischer Abgleich, Heizungspumpe, Pufferspeicher, Rohrdämmung und Regelungstechnik an einer bestehenden Anlage Möglich an einer vorhandenen Flüssiggasheizung, solange der Wärmeerzeuger älter als zwei und nicht älter als zwanzig Jahre ist. Der Einbau eines Wärmeerzeugers ist ausgenommen.
Steuerermäßigung nach § 35c EStG 20 % über drei Jahre Selbstgenutztes Wohneigentum, das älter als zehn Jahre ist; begünstigt sind dieselben erneuerbaren Anlagen sowie die Heizungsoptimierung Eine Gasheizung ist nicht begünstigt. Bei einer bivalenten Anlage zählt nur der Anteil, der auf die Wärmepumpe entfällt.
  • Heizungsförderung, KfW-Zuschuss 458: 30 % Grundförderung, dazu bis 31. Januar 2027 der Klimageschwindigkeitsbonus von 16 % beim Austausch einer alten Heizung sowie ein Einkommensbonus von 10 bis 40 %; zusammen höchstens 80 %. Förderfähig sind bis zu 28.000 € je Einfamilienhaus. Der Klimageschwindigkeitsbonus sinkt ab Februar 2027 halbjährlich um 4 % und entfällt ab August 2028.
  • Heizungsoptimierung, BEG-Einzelmaßnahme des BAFA: 15 % der förderfähigen Ausgaben ab einem Investitionsvolumen von 300 €, förderfähig sind bis zu 30.000 € für die erste Wohneinheit. Mit individuellem Sanierungsfahrplan kommen 5 % hinzu.
  • Steuerermäßigung nach § 35c EStG: 7 % im Jahr des Abschlusses, 7 % im Folgejahr und 6 % im dritten Jahr, höchstens 40.000 € je Objekt. Voraussetzung sind ein Fachunternehmen und dessen Bescheinigung nach amtlichem Muster.

Zuschuss und Steuerermäßigung lassen sich für dieselbe Maßnahme nicht kombinieren. Der Zuschuss ist vor dem Einbau zu beantragen; es gelten die Bedingungen zum Zeitpunkt der Antragstellung.

Ob Ihr Bundesland oder Ihre Kommune eigene Programme anbietet, klären Sie am besten bei der zuständigen Stelle vor Ort.

Quellen: KfW-Zuschuss 458 (Heizungsförderung für Privatpersonen), Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BAFA), § 35c EStG mit Anlage 6 der ESanMV. Geprüft am 31.08.2026.

Kostenlos Angebote vergleichen

Rechenbeispiel: Kauf vs. Miete über 15 Jahre

Miettank (15 Jahre)

  • Miete (ca. 12,50 €/Monat)ca. 2.250 €
  • Gaspreis-Aufschlagca. 3.500 €
  • Rückbau am Vertragsendeca. 500 €
Summe ca. 6.250 €

Eigentumstank (15 Jahre)

  • Anschaffung 2,1 t oberirdischca. 3.200 €
  • Prüfungen (15 Jahre)ca. 900 €
  • Wartungca. 600 €
Summe ca. 4.700 €

Alle Werte sind Circa-Richtwerte für ein typisches Einfamilienhaus. In beiden Spalten nicht enthalten sind Anlieferung, Aufstellprüfung und Hausanschluss, weil sie bei Kauf und Miete gleichermaßen anfallen. Ihr individuelles Angebot zeigt die genauen Zahlen.

Vorschriften & Sicherheit

Was Sie zu Abständen, Schutzzonen und Sicherheit wissen müssen

Flüssiggas ist ein Gefahrgut. Wer einen Tank kauft, muss bestimmte Regeln einhalten, die Installation erfolgt ausschließlich durch Fachpersonal nach TRF 2021 (Technische Regel Flüssiggas) und DVGW-TRGI 2018 (Technische Regel für Gasinstallationen). Welche Norm für welchen Schritt gilt, steht unten unter Regelwerk und Normen.

Mindestabstände zu Grenzen und Gebäuden

  • 1 Meter Mindestabstand zum eigenen Haus
  • 0,5 Meter Mindestabstand zum Nachbargrundstück (gesetzlich)
  • 2 Meter Grenzabstand, von Experten empfohlen, damit die Schutzzone beim Befüllen nicht aufs Nachbargrundstück reicht
  • Gleiches gilt zu öffentlichen Wegen, damit diese beim Befüllen nicht betreten oder befahren werden

Schutzzonen am Gastank

Schutzzonen 1 und 2 am Flüssiggastank mit Beschreibung und Bereich
ZoneBeschreibungBereich
Schutzzone 1 Hier können kleinere Mengen Gas austreten. Zündquellen dauerhaft verboten. Zone darf sich nicht über Nachbargrundstücke oder öffentliche Bereiche erstrecken. 1 m Radius um Domdeckel oder Armaturenhaube
Schutzzone 2 Hier können beim Befüllen kleinere Mengen Gas austreten. Zündquellen und Betreten durch Dritte während des Befüllens verboten. 3 m Radius um Füllventil oder Domdeckelaußenkante, gewerblich 5 m

Öffnungsfreie Wände aus nicht brennbaren Materialien an bis zu zwei Seiten reduzieren die Mindestradien. Bei Wänden zu drei Seiten sind zusätzlich lüftungstechnische Maßnahmen nötig.

Sicherheitsarmaturen am Tank

Jeder Gastank wird mit folgenden Sicherheitseinrichtungen ausgeliefert und vom zugelassenen Fachbetrieb installiert:

  • Gastank-Regler (Druck-Regler): reduziert den schwankenden Behälterüberdruck von 2 bis 8 bar in zwei Stufen auf konstante 50 mbar
  • Sicherheitsabsperrventil (SAV): unterbricht den Gasdurchfluss, wenn der Druck am Regler zu hoch ansteigt
  • Hauseinführung: sichere Rohrdurchführung nach DVGW-Arbeitsblatt G 459-1, optional mit Hausanschlusskasten
  • Hauptabsperrventil (HAV): sitzt im Gebäude und ermöglicht es, die Verbindung zum Tank abzusperren
  • Isolierstück: elektrische Trennung von Hausanlage und Lagerbehälter bei unterirdisch verlegten Metallrohren

Profi-Tipp: Fragen Sie Ihren Fachhandwerker, wie viele Flüssiggasanlagen er in den letzten 12 Monaten gebaut hat. Es sollten mindestens 2 sein.

Hochwasserschutz und Auftriebssicherung

Anders als Heizöltanks dürfen Flüssiggastanks auch in Hochwasser- und Wasserschutzgebieten aufgestellt werden: Flüssiggas gilt als nicht wassergefährdend und fällt damit nicht unter die AwSV. In festgesetzten Überschwemmungsgebieten sind jedoch eine Genehmigung nach § 78 WHG und eine Auftriebssicherung Pflicht, damit der Tank nicht davonschwimmt. Rechnen Sie dafür mit ca. 400 bis 1.200 € zusätzlich.

Unterirdische Tanks (Auftriebssicherung mit Stahlbändern und Ankerschrauben M4 × 340):

Auftriebssicherung unterirdischer Tanks im Überschwemmungsgebiet
TankgrößeBetonplatte (1,3-fache Sicherung)StahlbänderAnkerschrauben
1,2 t / 2.700 l0,3 × 2,6 × 1,5 m24
2,1 t / 4.850 l0,3 × 4,4 × 1,5 m24
2,9 t / 6.400 l0,3 × 5,6 × 1,5 m26

Oberirdische Tanks im Überschwemmungsgebiet (Ankerschrauben M20 × 202):

Auftriebssicherung oberirdischer Tanks im Überschwemmungsgebiet
TankgrößeBetonplatte (1,3-fache Sicherung)MindestvolumenAnkerschrauben
1,2 t / 2.700 l0,65 × 2,4 × 1,2 m1,8 m³8
2,1 t / 4.850 l0,7 × 4,2 × 1,2 m3,5 m³8
2,9 t / 6.400 l0,8 × 4,8 × 1,2 m4,5 m³8

Wenig Verbrauch? Gasflaschen als Alternative

Bei einem Jahresverbrauch unter 200 kg Flüssiggas kann ein Gasflaschenschrank wirtschaftlicher sein als ein eigener Tank. Üblich sind Batterien aus 2, 4, 6 oder 8 Flaschen à 33 kg, die in der Nähe des Verbrauchsgeräts angebracht werden. Bei höherem oder regelmäßigem Heizverbrauch lohnt sich der eigene Tank deutlich.

Infos Gasflaschen

Welche Genehmigungen nötig sind

  • Bis 2,9 t: keine immissionsschutzrechtliche Genehmigung, weil die Genehmigungspflicht nach 4. BImSchV, Anhang 1 Nr. 9.1 erst ab 3 Tonnen Lagermenge greift
  • Baurecht: ob die Aufstellung verfahrensfrei ist, regelt die Landesbauordnung Ihres Bundeslandes; der Fachbetrieb prüft das für Ihren Standort
  • Überschwemmungsgebiet: zusätzlich Genehmigung nach § 78 WHG und Auftriebssicherung
  • Vor Inbetriebnahme: Aufstellprüfung durch eine zugelassene Überwachungsstelle nach § 15 BetrSichV

Regelwerk und Normen im Überblick

Diese Vorschriften stehen hinter den Angaben auf dieser Seite. In den Kostentabellen nennen wir jeweils nur das Kurzzeichen, hier finden Sie den vollständigen Titel und den Geltungsbereich.

DIN EN 12542
Ortsfeste, geschweißte zylindrische Druckbehälter aus Stahl in Serienfertigung für die Lagerung von Flüssiggas bis 13 m³ Bauart, Werkstoff und Fertigung des Behälters selbst. Alle hier gezeigten Tankgrößen fallen unter diese Norm.
Druckgeräterichtlinie 2014/68/EU
Europäische Richtlinie über die Bereitstellung von Druckgeräten auf dem Markt, in Deutschland umgesetzt durch die 14. ProdSV Konformitätsbewertung und CE-Kennzeichnung des Behälters. Ohne sie darf ein Flüssiggastank nicht in Verkehr gebracht werden.
TRF 2021
Technische Regel Flüssiggas des Deutschen Verbands Flüssiggas e. V. Das zentrale Regelwerk für Aufstellung, Schutzzonen, Mindestabstände, Rohrleitungen und Inbetriebnahme von Flüssiggasanlagen.
DVGW-TRGI 2018 (G 600)
Technische Regel für Gasinstallationen Planung, Errichtung und Prüfung der Gasinstallation im Gebäude, einschließlich Dichtheits- und Belastungsprüfung der Leitungen.
DIN EN 1775
Gasversorgung — Gasleitungsanlagen in Gebäuden, Betriebsdruck bis 5 bar Anforderungen an Werkstoff, Verlegung und Prüfung der Gasleitungen innerhalb des Hauses.
DVGW-Arbeitsblatt G 459-1
Gas-Hausanschlüsse für Betriebsdrücke bis 5 bar Ausführung der Hauseinführung, also der Stelle, an der die Gasleitung vom Tank ins Gebäude geführt wird.
BetrSichV § 15
Betriebssicherheitsverordnung, Prüfung vor Inbetriebnahme Die Aufstellprüfung: Vor der ersten Inbetriebnahme prüft eine zugelassene Überwachungsstelle (ZÜS) Aufstellung, Ausrüstung und Sicherheitseinrichtungen der Anlage.
BetrSichV § 16, Anhang 2 Abschnitt 4
Betriebssicherheitsverordnung, wiederkehrende Prüfungen an Druckanlagen Grundlage der Pflichtprüfungen am Tank. Sie gilt auch für privat genutzte Anlagen, weil Flüssiggasbehälter überwachungsbedürftige Anlagen sind.
TRBS 1201
Prüfungen und Kontrollen von Arbeitsmitteln und überwachungsbedürftigen Anlagen Konkretisiert Art, Umfang und Fristen der Prüfungen an der Flüssiggasanlage.
TRBS 1203
Zur Prüfung befähigte Personen Legt fest, wer prüfen darf: die äußere Prüfung eine befähigte Person, die innere Prüfung und die Prüfung vor Inbetriebnahme eine ZÜS wie TÜV oder DEKRA.
DGUV Regel 110-010
Verwendung von Flüssiggas Betrieb der Anlage: Schutzzonen, Zündquellen, Kennzeichnung und Verhalten beim Befüllen.
DIN EN 13636
Kathodischer Korrosionsschutz von erdverlegten metallenen Tanks und zugehörigen Rohrleitungen Auslegung und Prüfung des kathodischen Korrosionsschutzes (KKS) bei unterirdisch eingebauten Tanks.
4. BImSchV, Anhang 1 Nr. 9.1
Verordnung über genehmigungsbedürftige Anlagen zu § 4 Bundes-Immissionsschutzgesetz Erst ab 3 Tonnen Lagermenge wird eine immissionsschutzrechtliche Genehmigung fällig. Darunter, also bei allen hier gezeigten Größen, entfällt sie.
Landesbauordnung
Verfahrensfreie Bauvorhaben nach der Bauordnung des jeweiligen Bundeslandes Ob die Aufstellung baurechtlich verfahrensfrei ist, regelt jedes Bundesland selbst. Der Fachbetrieb prüft das für Ihren Standort.
WHG § 78
Wasserhaushaltsgesetz, bauliche Anlagen in festgesetzten Überschwemmungsgebieten Grundlage für die Genehmigung und die Auftriebssicherung, wenn der Tank in einem Überschwemmungsgebiet steht.
AwSV
Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen Flüssiggas gilt als nicht wassergefährdend und fällt deshalb nicht unter diese Verordnung. Genau darum sind Flüssiggastanks im Wasserschutzgebiet erlaubt, Heizöltanks dagegen nicht.

Stand der Angaben: August 2026. Normen und Verordnungen werden fortgeschrieben; maßgeblich ist immer die zum Zeitpunkt der Errichtung geltende Fassung, die Ihr Fachbetrieb anwendet.

In drei Schritten

So einfach kommen Sie zu Ihrem Eigentumstank

Wir bündeln die Anfrage und vergleichen die besten Anbieter aus Ihrer Region.

  1. Bedarf erfassen

    Tankgröße, Aufstellungsart und Region in zwei Minuten online angeben.

  2. Angebote vergleichen

    Sie erhalten passende Angebote von geprüften Fachpartnern, unverbindlich und kostenlos.

  3. Tank installieren

    Ein zugelassener Fachbetrieb übernimmt Aufstellung, Anschluss und alle Pflicht-Prüfungen.

Vertrauen & Sicherheit

Warum Hausbesitzer uns vertrauen

Unabhängig, transparent und mit fundierter Fachexpertise rund um Flüssiggas.

TÜV-geprüfte Anlagen

Alle vermittelten Tanks und Installationen entsprechen den geltenden Sicherheitsstandards (TRGI, TRF).

5 / 5 Sterne

136 zufriedene Nutzer haben unsere Beratung mit der vollen Punktzahl bewertet.

Mitglied im DVFG

Wir orientieren uns an den Standards des Deutschen Verbands Flüssiggas e. V. für sichere Beratung.

Kostenlose Beratung

Unsere Experten beantworten Ihre Fragen zu Größe, Aufstellung und Gesamtkosten, ohne Verpflichtung.

Unabhängige Beratung rund um den Gastank-Kauf

Wir verstehen uns als Vergleichsportal und Beratungsdienst für Hausbesitzer, die ihren Energiebezug selbst in die Hand nehmen wollen, ohne Vertragsbindung an einen einzelnen Lieferanten.

Mit rund 400.000 Flüssiggastanks ist Flüssiggas in Deutschland längst eine etablierte Energiequelle, vor allem in Regionen ohne Erdgasanschluss. Trotzdem fehlt vielen Hausbesitzern eine neutrale Anlaufstelle, die Kauf und Miete ehrlich vergleicht und keine Lieferverträge verkaufen muss. Genau diese Lücke schließen wir.

  • Unabhängig: nicht an einen einzelnen Lieferanten gebunden
  • Transparent: alle Kosten und Pflichten offen benannt
  • Fachkundig: Beratung auf Basis aktueller TRGI- und TRF-Vorschriften
  • Schnell: Antwort innerhalb von 24 Stunden zur Werktagszeit
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Orientierung an DVFG-Standards für Beratung und Vermittlung.

Häufige Fragen

Antworten auf die wichtigsten Fragen

Kauf, Aufstellung, Größe, Sicherheit und Wartung, kompakt erklärt.

Kauf vs. Miete

Lohnt sich der Kauf gegenüber dem Mieten wirklich?

Ja, sobald Sie regelmäßig Flüssiggas beziehen. Als Eigentümer können Sie den Lieferanten frei wechseln und beziehen Gas immer beim günstigsten Anbieter. Mieter sind an einen Liefervertrag gebunden und zahlen in der Regel höhere Gaspreise, über 15 Jahre summiert sich der Unterschied schnell auf mehrere tausend Euro.

Kann ich einen gemieteten Tank später kaufen?

Ja, das ist möglich. Sie zahlen einen Abstand an Ihren bisherigen Versorger und die Anlage geht mit allen Rechten und Pflichten in Ihr privates Eigentum über. Wir helfen Ihnen bei der Bewertung des fairen Abstandspreises.

Größe & Aufstellung

Welche Größe brauche ich für mein Haus?

Faustregel für Einfamilienhäuser:

  • 1,2 Tonnen (2.700 l) für 80 bis 125 m² Wohnfläche / 2 bis 3 Personen
  • 2,1 Tonnen (4.850 l) für 125 bis 250 m² Wohnfläche / 3 bis 5 Personen
  • 2,9 Tonnen (6.400 l) für 250 bis 500 m² Wohnfläche / 4 bis 7 Personen

Bei größeren Gebäuden oder gewerblicher Nutzung sollten Sie den jährlichen Energiebedarf individuell überschlagen.

Wo darf ich den Tank aufstellen?

Es gibt drei Möglichkeiten: oberirdisch im Garten, unterirdisch eingegraben oder, in Ausnahmefällen, im Gebäude. Der Mindestabstand zum Haus beträgt 1 Meter, zur Grundstücksgrenze empfehlen Experten 2 Meter. Schutzzonen 1 (1 m Radius) und 2 (3 m Radius beim Befüllen) dürfen sich nicht auf Nachbargrundstücke erstrecken.

Brauche ich eine Baugenehmigung?

Für Flüssiggastanks bis 2,9 Tonnen ist in aller Regel keine Baugenehmigung erforderlich. Die immissionsschutzrechtliche Genehmigungspflicht beginnt nach 4. BImSchV, Anhang 1 Nr. 9.1 erst ab 3 Tonnen Lagermenge. Ob die Aufstellung baurechtlich verfahrensfrei ist, regelt die Landesbauordnung Ihres Bundeslandes; Ihr Fachbetrieb prüft das für Ihren Standort mit.

Größere Behälter benötigen eine Baugenehmigung und eine Genehmigung nach Bundes-Immissionsschutzgesetz. In festgesetzten Überschwemmungsgebieten kommt unabhängig von der Größe eine Genehmigung nach § 78 WHG hinzu.

Darf ich den Tank in Hochwassergebieten aufstellen?

Ja, im Gegensatz zu Heizöltanks sind Flüssiggastanks auch in Hochwasser- und Wasserschutzgebieten erlaubt. In Überschwemmungsgebieten ist eine Auftriebssicherung (Betonfundament mit Stahlbändern und Ankerschrauben) Pflicht, damit der Tank nicht davonschwimmt.

Kosten & Förderung

Wie hoch sind die Anschaffungskosten?

Je nach Größe und Aufstellungsart ca. 2.500 € bis 4.900 € für den Behälter inklusive Armaturen. Alle Preisangaben auf dieser Seite sind Circa-Richtwerte, weil Region, Aufstellungsart und Lieferant den Endpreis spürbar verändern.

Bei manchen Anbietern ist damit alles abgedeckt, bei anderen kommen Anlieferung, Aufstellprüfung und Anschlussarbeiten getrennt hinzu: ca. 1.300 bis 3.700 € bei oberirdischer und ca. 1.800 bis 5.300 € bei unterirdischer Aufstellung. Ihr Angebot weist aus, welche Positionen enthalten sind.

Welche Kosten kommen zusätzlich zum Tankpreis dazu?

Diese Positionen sind je nach Anbieter im Paketpreis enthalten oder werden einzeln berechnet:

  • Anlieferung und Absetzen per Kranfahrzeug: ca. 250 bis 600 €
  • Bodenplatte oder Fundament bei oberirdischer Aufstellung nach TRF 2021: ca. 300 bis 900 €
  • Erdarbeiten, Grube und Sandbett bei unterirdischer Aufstellung: ca. 800 bis 2.500 €
  • Aufstellprüfung vor Inbetriebnahme durch eine zugelassene Überwachungsstelle nach § 15 BetrSichV: ca. 150 bis 400 €
  • Gasleitung und Hauseinführung nach TRF 2021, DVGW-Arbeitsblatt G 459-1 und DIN EN 1775: ca. 500 bis 1.500 €
  • Rohrleitungsprüfung (Belastungs- und Dichtheitsprüfung) nach TRF 2021 und DVGW-TRGI 2018: ca. 90 bis 250 €
  • Kathodischer Korrosionsschutz bei unterirdischen Tanks nach DIN EN 13636: ca. 300 bis 600 €
  • Auftriebssicherung im Überschwemmungsgebiet nach § 78 WHG: ca. 400 bis 1.200 €

Fragen Sie im Angebot ausdrücklich nach, welche dieser Positionen enthalten sind. Genau hier unterscheiden sich Anbieter am deutlichsten, und ein niedriger Behälterpreis kann durch getrennt berechnete Nebenkosten wieder aufgezehrt werden.

Welche Förderung gibt es für einen Flüssiggastank?

Für den Tank selbst keine. Die Bundesförderung für effiziente Gebäude bezuschusst seit dem 1. Januar 2024 ausschließlich Heizungen auf Basis erneuerbarer Energien. Der KfW-Zuschuss 458 fördert Wärmepumpen, Solarthermie, Biomasse-, Brennstoffzellen- und wasserstofffähige Heizungen sowie den Anschluss an ein Gebäude- oder Wärmenetz. Ein Gas-Brennwertgerät und der zugehörige Behälter gehören nicht dazu.

Zwei Wege bleiben: Bei einer Hybridheizung aus Wärmepumpe und Flüssiggas-Spitzenlastkessel wird der Wärmepumpen-Anteil gefördert, mit 30 % Grundförderung und je nach Fall bis zu 80 % durch Klimageschwindigkeits- und Einkommensbonus. Und die Optimierung der bestehenden Anlage (hydraulischer Abgleich, Heizungspumpe, Pufferspeicher, Rohrdämmung) wird mit 15 % bezuschusst, solange der vorhandene Wärmeerzeuger älter als zwei und nicht älter als zwanzig Jahre ist.

Steuerlich gilt dasselbe: § 35c EStG begünstigt 20 % der Kosten über drei Jahre, aber nur für die genannten erneuerbaren Anlagen und die Heizungsoptimierung, nicht für eine Gasheizung. Angaben geprüft am 31.08.2026 anhand der Konditionen von KfW, BAFA und ESanMV.

Gibt es die Austauschprämie für alte Ölheizungen noch?

Nein. Die Prämie von bis zu 40 % beim Ersatz einer Ölheizung ist mit der Reform der Heizungsförderung zum 1. Januar 2024 entfallen. Sie war ohnehin nie an den Kauf eines Flüssiggastanks gebunden, sondern an den Wechsel des Wärmeerzeugers.

An ihre Stelle ist der Klimageschwindigkeitsbonus getreten: 16 % zusätzlich, wenn Sie eine funktionstüchtige Öl-, Kohle-, Gas-Etagen- oder Nachtstromspeicherheizung oder eine mindestens 20 Jahre alte Gasheizung austauschen. Er wird nur zusammen mit einer geförderten erneuerbaren Heizung gewährt, nicht beim Umstieg auf Flüssiggas, und er sinkt ab Februar 2027 halbjährlich um 4 %, bevor er im August 2028 ausläuft.

Sicherheit & Wartung

Welche Pflicht-Prüfungen gibt es?

Flüssiggasbehälter sind überwachungsbedürftige Anlagen, die Prüfpflicht gilt deshalb auch für privat genutzte Tanks. Vorgeschrieben sind nach § 16 BetrSichV in Verbindung mit Anhang 2 Abschnitt 4 und TRBS 1201 drei wiederkehrende Prüfungen:

  • Äußere Überprüfung: alle 2 Jahre, ca. 40 bis 70 €, durch eine befähigte Person nach TRBS 1203
  • Innere Prüfung: alle 10 Jahre, ca. 400 bis 900 €, durch eine zugelassene Überwachungsstelle wie TÜV oder DEKRA
  • Rohrleitungsprüfung: alle 10 Jahre, ca. 90 bis 250 €, durch einen zugelassenen Fachbetrieb nach TRF 2021

Einmalig kommt vor der ersten Inbetriebnahme die Aufstellprüfung nach § 15 BetrSichV hinzu (ca. 150 bis 400 €). Alle Kostenangaben sind Circa-Werte. Ein Wartungsvertrag mit Ihrem Lieferanten erinnert Sie automatisch an die Termine.

Ist die Technik sicher?

Ja. Sind alle Vorschriften eingehalten, lässt sich die Anlage nahezu ohne Risiko betreiben. Wichtig sind gut sichtbare Gefahrenhinweise am Tank, ein Alarmplan für den Notfall, Schutz vor Unbefugten (abschließbarer Domschacht oder Zaun), gute Belüftung bei oberirdischen Tanks und Installation ausschließlich durch zugelassene Fachbetriebe.

Muss ich einen alten Gastank irgendwann tauschen?

Selten. Ober- und unterirdische Gastanks haben eine Haltbarkeit von häufig deutlich über 30 Jahren. Anders sieht es bei den Armaturen aus: Gasdruckregler und Gaszähler müssen je nach Zustand früher getauscht werden. Die äußere Prüfung alle 2 Jahre zeigt rechtzeitig, was wann fällig wird.

Lohnt sich der Tank schon bei wenig Verbrauch?

Bei einem Jahresverbrauch unter 200 kg Flüssiggas kann eine Flaschen-Anlage (Gasflaschenschrank mit 2 bis 8 Flaschen à 33 kg) die wirtschaftlichere Lösung sein. Ab regelmäßigem Heizverbrauch lohnt sich der Tank deutlich.

Nutzung & Einbau

Für welche Zwecke kann ich einen Gastank nutzen?

Flüssiggas ist vielseitig einsetzbar. Der Tank versorgt in der Regel die Heizung, kann aber auch Küchengeräte zum Kochen und Backen mit Energie beliefern, effizienter als mit Strom. Ebenfalls möglich sind Gasstrahler auf der Terrasse oder Gassteckdosen, an die sich verschiedenste Gasgeräte anschließen lassen.

Wie funktioniert der Einbau Schritt für Schritt?
  1. Online verschiedene Angebote vergleichen und dabei prüfen, welche Nebenkosten enthalten sind.
  2. Zugelassene Fachhandwerker (nach TRF 2021 und DVGW-TRGI 2018) mit Aufstellung und Anschluss beauftragen.
  3. Standortwahl unter Einhaltung aller Schutzzonen und Mindestabstände nach TRF 2021.
  4. Anlieferung und Absetzen des Behälters auf Bodenplatte oder im vorbereiteten Sandbett.
  5. Fachgerechte Installation von Tank, Rohrleitungen und Heizung, anschließend Belastungs- und Dichtheitsprüfung der Leitungen.
  6. Aufstellprüfung durch eine zugelassene Überwachungsstelle nach § 15 BetrSichV.
  7. Abnahme der Anlage durch den Fachbetrieb und Inbetriebnahme.

Tipp: Bei unterirdischen Tanks können Sie die Erdarbeiten in Eigenregie übernehmen, am besten in Abstimmung mit dem Fachbetrieb.

Darf der Tank auch im Gebäude stehen?

In Ausnahmefällen ja, etwa in einer Garage, einem Wohn- oder Gartenhaus. Voraussetzungen:

  • Aufstellraum liegt über der Erdgleiche, im Keller nicht erlaubt
  • Zwei Lüftungsöffnungen (am Boden und unter der Decke, je 1 % der Bodenfläche)
  • Abblaseleitung führt austretendes Gas über Dach ab
  • Nach außen ins Freie zu öffnende Tür
  • Raum darf nicht als Lager genutzt werden
  • Alle Installationen explosionsgeschützt
  • Wände zu Nachbarräumen feuerbeständig (F90), Außenwände feuerhemmend (F30)

Achten Sie auf das Einbringmaß: Tanks haben einen Durchmesser von 1,25 m, oft sind zusätzliche Durchbrüche und Mauerarbeiten nötig.

Normen & Regelwerk

Welche Normen und Vorschriften gelten für einen Flüssiggastank?

Für Behälter, Aufstellung, Anschluss und Prüfung gelten unterschiedliche Regelwerke:

  • DIN EN 12542: Bauart und Fertigung ortsfester Flüssiggasbehälter bis 13 m³
  • Druckgeräterichtlinie 2014/68/EU (14. ProdSV): CE-Kennzeichnung des Behälters
  • TRF 2021: Aufstellung, Schutzzonen, Mindestabstände, Rohrleitungen und Inbetriebnahme
  • DVGW-TRGI 2018 (G 600) und DIN EN 1775: Gasinstallation im Gebäude
  • DVGW-Arbeitsblatt G 459-1: Ausführung der Hauseinführung
  • § 15 und § 16 BetrSichV mit TRBS 1201 und TRBS 1203: Aufstellprüfung und wiederkehrende Prüfungen
  • DGUV Regel 110-010: sicherer Betrieb, Schutzzonen und Kennzeichnung
  • DIN EN 13636: kathodischer Korrosionsschutz unterirdischer Behälter
  • 4. BImSchV, Anhang 1 Nr. 9.1: Genehmigungspflicht erst ab 3 Tonnen Lagermenge
  • § 78 WHG: Anlagen in festgesetzten Überschwemmungsgebieten

Normen und Verordnungen werden fortgeschrieben. Maßgeblich ist immer die Fassung, die zum Zeitpunkt der Errichtung gilt und die Ihr Fachbetrieb anwendet.

Warum ist ein Flüssiggastank im Wasserschutzgebiet erlaubt, ein Heizöltank aber nicht?

Weil Flüssiggas als nicht wassergefährdend eingestuft ist und deshalb nicht unter die Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) fällt. Heizöl gehört dagegen in eine Wassergefährdungsklasse, weshalb Heizöltanks in Wasserschutz- und Überschwemmungsgebieten stark eingeschränkt oder verboten sind.

In festgesetzten Überschwemmungsgebieten braucht auch der Flüssiggastank eine Genehmigung nach § 78 WHG und eine Auftriebssicherung, damit er bei Hochwasser nicht aufschwimmt.

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