Gastank kaufen oder mieten
Der ehrliche Kostenvergleich über 15 Jahre: wann sich Eigentum rechnet und was Mietangebote wirklich kosten.
Zum Ratgeber: Gastank kaufen oder mietenFlüssiggas ist ein Gefahrgut. Wer einen Tank kauft, muss bestimmte Regeln einhalten – die Installation erfolgt ausschließlich durch Fachpersonal nach TRF 2021 (Technische Regel Flüssiggas) und DVGW-TRGI 2018 (Technische Regel für Gasinstallationen). Welche Norm für welchen Schritt gilt, steht unten unter Regelwerk und Normen.
Der Standort entscheidet, ob die Anlage genehmigungsfähig ist. Diese Abstände gelten als Ausgangspunkt.
| Zone | Beschreibung | Bereich |
|---|---|---|
| Schutzzone 1 | Hier können kleinere Mengen Gas austreten. Zündquellen dauerhaft verboten. Zone darf sich nicht über Nachbargrundstücke oder öffentliche Bereiche erstrecken. | 1 m Radius um Domdeckel oder Armaturenhaube |
| Schutzzone 2 | Hier können beim Befüllen kleinere Mengen Gas austreten. Zündquellen und Betreten durch Dritte während des Befüllens verboten. | 3 m Radius um Füllventil oder Domdeckelaußenkante, gewerblich 5 m |
Öffnungsfreie Wände aus nicht brennbaren Materialien an bis zu zwei Seiten reduzieren die Mindestradien. Bei Wänden zu drei Seiten sind zusätzlich lüftungstechnische Maßnahmen nötig.
Jeder Gastank wird mit folgenden Sicherheitseinrichtungen ausgeliefert und vom zugelassenen Fachbetrieb installiert:
Profi-Tipp: Fragen Sie Ihren Fachhandwerker, wie viele Flüssiggasanlagen er in den letzten 12 Monaten gebaut hat. Es sollten mindestens 2 sein.
Als Eigentümer sind Sie für die regelmäßigen Prüfungen verantwortlich. Die Intervalle liegen zwischen 2 und 10 Jahren, alle Kostenangaben sind Circa-Richtwerte.
Flüssiggasbehälter sind überwachungsbedürftige Anlagen. Die Prüfpflicht gilt deshalb auch für privat genutzte Tanks.
| Prüfung | Intervall | Richtwert | Wer prüft | Rechtsgrundlage |
|---|---|---|---|---|
| Äußere Überprüfung | alle 2 Jahre | ca. 40 bis 70 € | befähigte Person | BetrSichV § 16, Anhang 2 Abschnitt 4, TRBS 1201, TRBS 1203 |
| Innere Prüfung | in der Regel alle 10 Jahre | ca. 400 bis 900 € | ZÜS, z. B. TÜV oder DEKRA | BetrSichV § 16, Anhang 2 Abschnitt 4, TRBS 1201 |
| Rohrleitungsprüfung | alle 10 Jahre | ca. 90 bis 250 € | zugelassener Fachbetrieb | BetrSichV § 16, Anhang 2 Abschnitt 4, TRF 2021, DVGW-TRGI 2018 (G 600) |
Die Fristen ergeben sich aus der Gefährdungsbeurteilung nach § 3 BetrSichV. Für die innere Prüfung sind bei Flüssiggasbehältern 10 Jahre der Regelfall; im Einzelfall kann die zugelassene Überwachungsstelle einen kürzeren Abstand von 5 Jahren festlegen. Hinzu kommt einmalig die Aufstellprüfung vor der ersten Inbetriebnahme nach § 15 BetrSichV, die in der Zusatzkosten-Übersicht steht.
| Wartungsarbeit | Richtwert | Wann sinnvoll |
|---|---|---|
| Tanklackierung | ab ca. 300 € | Erhält den Korrosionsschutz oberirdischer Behälter. |
| Gastank-Regler | ab ca. 300 € | Tausch je nach Zustand, meist deutlich vor dem Behälter fällig. |
| Sicherheitsventil-Tausch | ab ca. 400 € | Sicherheitsabsperrventil und Überdruckventil am Behälter. |
| Nachrüstung KKS-Anlage | ab ca. 600 € | Nur bei unterirdischen Tanks, nach DIN EN 13636. |
Anders als Heizöltanks dürfen Flüssiggastanks auch in Hochwasser- und Wasserschutzgebieten aufgestellt werden: Flüssiggas gilt als nicht wassergefährdend und fällt damit nicht unter die AwSV. In festgesetzten Überschwemmungsgebieten sind jedoch eine Genehmigung nach § 78 WHG und eine Auftriebssicherung Pflicht, damit der Tank nicht davonschwimmt. Rechnen Sie dafür mit ca. 400 bis 1.200 € zusätzlich.
| Tankgröße | Betonplatte (1,3-fache Sicherung) | Stahlbänder | Ankerschrauben |
|---|---|---|---|
| 1,2 t / 2.700 l | 0,3 × 2,6 × 1,85 m | 2 | 4 |
| 2,1 t / 4.850 l | 0,3 × 4,4 × 1,85 m | 2 | 4 |
| 2,9 t / 6.400 l | 0,3 × 5,6 × 1,85 m | 3 | 6 |
| Tankgröße | Betonplatte (1,3-fache Sicherung) | Mindestvolumen | Ankerschrauben |
|---|---|---|---|
| 1,2 t / 2.700 l | 0,65 × 2,4 × 1,2 m (Beton C30/37) | 1,8 m³ | 8 |
| 2,1 t / 4.850 l | 0,7 × 4,2 × 1,2 m (Beton C50/60) | 3,5 m³ | 8 |
| 2,9 t / 6.400 l | 0,8 × 4,8 × 1,2 m (Beton C50/60) | 4,5 m³ | 8 |
Die Werte folgen den Datenblättern gängiger Behälterhersteller. Maßgeblich ist die Ausführung, die Ihr Fachbetrieb für den konkreten Standort statisch auslegt.
Diese Vorschriften stehen hinter den Angaben auf dieser Website. In den Kostentabellen nennen wir jeweils nur das Kurzzeichen, hier finden Sie den vollständigen Titel und den Geltungsbereich.
Stand der Angaben: September 2026. Normen und Verordnungen werden fortgeschrieben; maßgeblich ist immer die zum Zeitpunkt der Errichtung geltende Fassung, die Ihr Fachbetrieb anwendet.
Für Flüssiggastanks bis 2,9 Tonnen ist in aller Regel keine Baugenehmigung erforderlich. Die immissionsschutzrechtliche Genehmigungspflicht beginnt nach 4. BImSchV, Anhang 1 Nr. 9.1 erst ab 3 Tonnen Lagermenge. Ob die Aufstellung baurechtlich verfahrensfrei ist, regelt die Landesbauordnung Ihres Bundeslandes; Ihr Fachbetrieb prüft das für Ihren Standort mit.
Größere Behälter benötigen eine Baugenehmigung und eine Genehmigung nach Bundes-Immissionsschutzgesetz. In festgesetzten Überschwemmungsgebieten kommt unabhängig von der Größe eine Genehmigung nach § 78 WHG hinzu.
Flüssiggasbehälter sind überwachungsbedürftige Anlagen, die Prüfpflicht gilt deshalb auch für privat genutzte Tanks. Vorgeschrieben sind nach § 16 BetrSichV in Verbindung mit Anhang 2 Abschnitt 4 und TRBS 1201 drei wiederkehrende Prüfungen:
Die konkreten Fristen legt die Gefährdungsbeurteilung nach § 3 BetrSichV fest. Bei der inneren Prüfung sind zehn Jahre der Regelfall, im Einzelfall kann die zugelassene Überwachungsstelle fünf Jahre ansetzen. Einmalig kommt vor der ersten Inbetriebnahme die Aufstellprüfung nach § 15 BetrSichV hinzu (ca. 150 bis 400 €). Alle Kostenangaben sind Circa-Werte. Ein Wartungsvertrag mit Ihrem Lieferanten erinnert Sie automatisch an die Termine.
Ja. Sind alle Vorschriften eingehalten, lässt sich die Anlage nahezu ohne Risiko betreiben. Wichtig sind gut sichtbare Gefahrenhinweise am Tank, ein Alarmplan für den Notfall, Schutz vor Unbefugten (abschließbarer Domschacht oder Zaun), gute Belüftung bei oberirdischen Tanks und Installation ausschließlich durch zugelassene Fachbetriebe.
Selten. Ober- und unterirdische Gastanks haben eine Haltbarkeit von häufig deutlich über 30 Jahren. Anders sieht es bei den Armaturen aus: Gasdruckregler und Gaszähler müssen je nach Zustand früher getauscht werden. Die äußere Prüfung alle 2 Jahre zeigt rechtzeitig, was wann fällig wird.
Für Behälter, Aufstellung, Anschluss und Prüfung gelten unterschiedliche Regelwerke:
Normen und Verordnungen werden fortgeschrieben. Maßgeblich ist immer die Fassung, die zum Zeitpunkt der Errichtung gilt und die Ihr Fachbetrieb anwendet.
Weil Flüssiggas als nicht wassergefährdend eingestuft ist und deshalb nicht unter die Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) fällt. Heizöl gehört dagegen in eine Wassergefährdungsklasse, weshalb Heizöltanks in Wasserschutz- und Überschwemmungsgebieten stark eingeschränkt oder verboten sind.
In festgesetzten Überschwemmungsgebieten braucht auch der Flüssiggastank eine Genehmigung nach § 78 WHG und eine Auftriebssicherung, damit er bei Hochwasser nicht aufschwimmt.
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